Carlos Mario schlug sich schon früh durch den Verkauf von Süßigkeiten auf der Straße durch. Oftmals kehrte er nicht nach Hause zurück und übernachtete in den Hauseingängen. Die Familie besteht aus der Mutter, der Großmutter und fünf Schwestern.
Die Familie lebt in einem sehr armen Barrio (Stadtviertel) von Medellín, das von Drogenbanden beherrscht wird. Der Vater verließ die Familie, die Mutter findet nur zeitweise Arbeit und füllt ihre erzieherische Rolle aufgrund psychischer und sozialer Probleme nur unzureichend aus.
Carlos Mario ist ein sehr gutmütiger Junge und leidet unter der familiären Situation. Er kam über das Programm Menor de la Calle („Kind der Straße“) in Kontakt mit dem Don Bosco Zentrum und lebt nun im Wohnheim der technischen Schule. Er ist fröhlich, findet schnell Freunde und lernt derzeit mehrere Musikinstrumente.